Fotografie Wissen

Fotografie Grundwissen




A. ISO Empfindlichkeit
B. Histogramm
C. Belichtungszeit
D. Blende
E. Magische Dreieck
F. Vollautomatik
G. Programmautomatik
H. Blendenautomatik
I. Zeitautomatik
J. Manueller Modus


Die ISO Empfindlichkeit

Die ISO ist die Empfindlichkeit eures Kamerasensors. Je höher die ISO desto stärker werden die eingehenden Signale vom Sensor verstärkt und desto besser kann man in dunkler Umgebung fotografieren. Jedoch nimmt mit steigender ISO auch das Bildrauschen zu.
Bei hohen ISO-Zahlen kommt auch oft der Verlust von Details hinzu, da die Kamerasoftware durch Weichzeichnung das Rauschen abmildert. Wer also die beste Bildqualität will, fotografiert mit niedrigster ISO, etwa 100-200 und wenn es hohe ISO Bedarf mit Stativ.

Das Histogramm

Das Histogramm hilft euch die Helligkeitsverteilung in eurem Foto einzuschätzen. Je weiter die Wellen Links sind, desto dunkler wird das Bild, je weiter rechts desto heller. Am besten ist es wenn die Welle in der Mitte gleichmäßig verteilt ist.

Die Belichtungszeit

Die Belichtungszeit gibt an, wie lange das Licht auf den Sensor trifft. Eine kurze Belichtungszeit führt zu Aufnahmen die wie eingefroren wirken. Eine lange Belichtungszeit führt zu Aufnahmen, die Bewegungen unscharf darstellen. Die Belichtungszeit hängt immer mit der gewählten Blende und ISO zusammen.

Die Blende?

Die Blende ist ein Mechanismus in eurer Kamera, der bestimmt wie stark die Lichtstrahlen, die euren Sensor treffen, gebündelt werden. Die Blende besteht aus einzelnen Blendenlamellen, die sich – je nach Einstellung – mehr oder weniger schließen.

Die Blendenöffnung wir in Nummern angegeben. Achtung: Je größer die Nummer, desto weiter ist die Blende geschlossen. Blende f1.8 (kleine Blendenzahl) bedeutet also eine große Blendenöffnung. f22 (große Blendenzahl) beschreibt eine kleine Blendenöffnung. Soviel zur Theorie, aber wie wirkt sich die Blendenzahl aus? Die Blendenzahl bestimmt die Tiefenschärfe im Bild. Große Blendenzahlen (geschlossene Blende) führen zu einer großen Tiefenschärfe – alles auf dem Bild wird scharf. Eine kleine Blendenzahl (offene Blende) führt zu einer geringen Tiefenschärfe – Teile des Bildes werden vor einem unscharfen Hintergrund freigestellt (z.B. bei f1.8).

Das Magische Dreieck

Die Blende, die ISO und die Belichtungszeit hängen zusammen. Man kann das eine nicht ändern, ohne sich über die anderen Gedanken zu machen. Wenn ich bei viel Licht mit offener Blende fotografiere, kommt automatisch viel Licht auf meinen Sensor. Ich kann also kurze Belichtungszeiten erzielen – ohne, dass ich die ISO ( Empfindlichkeit des Sensors ) hochdrehen muss. Fotografiere ich mit geschlossener Blende, trifft weniger Licht auf meinen Sensor – will ich die ISO nicht hochsetzen, muss ich also längere Zeit belichten.

Die Vollautomatik

Die Vollautomatik ist eine Erweiterung der Programmautomatik (P). Häufig wird diese farblich besonders gekennzeichnet. Diese Automatik nutzt sowohl Blende als auch die Belichtungszeit, um die Belichtung des Bildes zu steuern. Bei einigen Kameras wird zudem auch die ISO-Zahl je nach Anforderungen an eine Verwacklungsreduktion geändert. Dieser ISO-Bereich ist bei einigen Kameras auch nach oben hin begrenzbar (ISO-Max). Dies macht Sinn, da die Bildqualität mit erhöhter ISO-Zahl deutlich abnimmt. Dieser Modus ist in Verbindung mit der richtigen Fokussierungstechnik (und evtl. einer Belichtungskorrektur) für die meisten Motivsituationen geeignet.

Die Programmautomatik

Ich benutze die Programmautomatik sehr haufig. Sie meist als (P) gekennzeichnet und eine gute Alternative zur Vollautomatik, da sie die Möglichkeit bietet noch wichtige Aufnahmeparameter selber festzulegen. Die Kamera stellt dabei automatisch Blende und Verschlusszeit ein. Den Rest könnt ihr frei wählen.

Die Blendenautomatik

Ich stelle nur die gewünschte Blende ein und die Kamera ermittelt die optimale Belichtungszeit dazu. Aber die Blendenautomatik achtet nicht darauf, ob die gewählte Zeit vielleicht zu lang ist um noch aus der Hand zu fotografieren. Also entweder den Stabilisator der Kamera einschalten oder ein Stativ nutzen.

Die Zeitautomatik

Die Zeitautomatik wählt für eine gewünschte Belichtungszeit die entsprechende Blende aus. Will man also Wasser verschwimmen lassen, etwa bei einem Wasserfall, stellt man eine lange Belichtungszeit ein und lasst die Kamera den Rest machen.

Der Manuelle Modus

Der Betriebsmodus (M) ermöglicht bei digitalen Kameras eine manuelle Steuerung fast aller Aufnahmeparameter. Dieser Modus eignet sich sehr gut bei Aufnahmen unter gleich bleibenden Lichtbedingungen und wenn genügend Zeit zur Einstellung von Blende und Verschlusszeit vorhanden ist, wie etwa bei der Nachtfotografie.

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