Kamerastative unter 150 Euro? Taugen die was? Meine Stative und meine Erfahrungen mit "Low Budget" Stativen"

Die Einsatzmöglichkeiten eines Stativs sind so zahlreich wie die Kriterien, die vor dem Kauf eines Stativs zu prüfen sind. Ein Stativ ist ein komplexes Zubehör. Es soll leicht, stabil, flexibel, und schnell aufgebaut sein.

Aber zuerst einmal die Frage – Warum überhaupt ein Stativ?



Bei der Street Fotografie, oder wenn ihr auf Wanderungen, Reisen, Familienfeiern seid, oder auch bei der Portraitfotografie kann man oft ohne Stativ arbeiten. Es ist insbesondere für Gruppenfotos, Landschaftsaufnahmen, Sternenfotografie, aber auch bei Makro oder Langzeitbelichtungen sehr sehr nützlich, wenn nicht schon unentbehrlich.


Ein paar Punkte auf die Ihr aber schon achten solltet

Die Materialien

Die preislich günstigsten Stative sind in der Regel Stative aus Aluminium. Kohlefaser ist ein High-End-Material, das noch leichter und bewegungsabsorbierender ist. Dies verbessert die Stabilität, kann aber im Winter bei Minusgraden auch zu einem Problem werden. Denkt mal an Zeltstangen, da nutzt man auch vermehrt Alu statt Carbon, da diese bei Minusgraden leichter brechen können.

Die Dimensionen

Es gibt verschiedene Faktoren, die Ihr vor dem Kauf eines Stativs überdenken solltet. Wenn ihr plant, es beim Wandern oder auf Reisen mitzunehmen, empfehle ich euch ein kompaktes Stativ, ein sogenanntes Reisestativ.

Das Gewicht

Neben der Größe ist das Gewicht ein entscheidendes Element, wenn Ihr das Stativ lange Zeit mit euch führen wollt, etwa bei einem Mehrtägigen Trekkingabenteuer. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, ein leichteres Stativ aus Kohlefaser zu wählen.

Die Traglast und die Stabilität

Nicht zu verwechseln mit dem Gewicht des Stativs: Das Gewicht, das getragen wird, ist das Gewicht, das das Stativ tragen kann, um Bilder unter optimalen Bedingungen aufzunehmen. Zu viel Gewicht auf einem ungeeigneten Stativ führt zu unerwünschten Bewegungen aufgrund von Wind oder Vibrationen. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass das Stativ für die Ausrüstung, die ihr verwendet, auch stabil genug ist.

Der Kugelkopf

Das an der Oberseite des Stativs angebrachte Kugelgelenk (auch Kopf genannt) ist das Element, auf dem die Kamera positioniert wird. Die gängigsten Modelle sind der Kugelkopf und der 3D-Kopf.

Das Kugelgelenk erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es funktioniert, wie der Name schon sagt, dank einer Kugel. So kann man dank eines einzigen Hebels das Kugelgelenk nach den eigenen Bedürfnissen ausrichten. 

Sehr beliebt sind Stative mit Schnellwechselplatte. Ich nutze jedoch an fast allen Kameras L Winkel, die immer an der Kamera verbaut sind und mir damit mehr Möglichkeiten bieten.



Doch jetzt zu meinem neuen Stativ von K&F Conzept


Ich habe das K&F Concept SA254T1 Stativ gesehen und wirklich lange überlegt, ob es das richtige ist. Kennt ihr das auch? Aber warum war das so? 

Das Stativ K&F Concept bietet mir große Vielseitigkeit dank seines abnehmbaren Einbeinstativs (85-205cm). Es verfügt über einen 360 Grad Schwenkkopf, der Kopf ist austauschbar und mit anderen Marken kompatibel (3/8″-Außengewinde). Und es hat eine Unglaubliche Höhe. Die ich wohl seltenster brauchen werde, doch man muss ja nicht alles ausnutzen. Man kann es von 58 cm bis 258 cm ausfahren.

Die Funktionalität

Das Stativ glänzt eindeutig mit seiner Verwendungsvielfalt. 

Als normales 1,85 m Stativ mit Kugelkopf und doppelt ausgefahrenem Mittelsteg, oder mit Ausleger für schwierigere Positionen. Die Verwendbare Höhe ist wie gesagt der Hammer und auch die Vielseitigkeit, macht sich aber auch beim Gewicht bemerkbar. Satte 2,00 kg bringt meines auf die Kofferwage. Da ist mein Rollei Traveller No1 mit seinen 1200 Gramm schon um einiges leichter.

Das Schwenken der Mittelsäule um den 90° Winkel ist wirklich super. Vor allem, für die Produkt oder Makrofotografie, aber auch wenn man Filmen möchte, läuft es sehr Geschmeidig.

Die Stativbeine mit Drehverschluss

Die Stativbeine sind mit Schraubverschlüssen versehen, wodurch es zwar nicht so schnell ausgefahren werden kann wie mit Klappverschlüssen, es aber deutlich stabiler wirkt.

Die Rasterungen an den Knick-Gelenken der drei Stativ-Beinen machen einen sehr guten Eindruck. Nicht zu leichtgängig, aber auch nicht zu fest.

Der Kugelkopf

Der Kugelkopf mit Panoramafunktion ist sehr groß und solide. Das Gelenk läuft sehr geschmeidig und sitzt bombenfest, sobald man es festdreht. Auch beim Filmen kann man dank des Kugelkopfes Ruckelfreie Einstellungen hinbekommen.

Die Schnellwechselplatte

Die mitgelieferte Schnellwechselplatte macht einen passablen Eindruck. Es passen aber auch andere Schnellwechselplatten oder ein L-Winkel auf den Verschluss drauf.


Mein Fazit zum K&F SA 254T1

Verarbeitung: Sehr gut und solide. 

Funktionen: Sehr umfangreich und für viele Einsatzzwecke geeignet. 

Preis / Leistung: Vollkommen gerechtfertigt und kann meiner Meinung nach bei der Verarbeitung mit den großen Marken "Fast" mithalten.

Mein Video zu den Stativen sehr ihr hier: Meine Stative Video

Nutzt ihr ein Stativ? Wenn ja welches? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, und wenn Ihr Fragen zu den oben genannten Stativen habt ebenfalls.

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