Mein perfektes Objektiv für Landschafts- und Astrofotografie an der Sony A6000 Reihe


Da ich mir nun doch noch ein Ultraweitwinkel Objektiv zu meiner Sony Alpha 6000 geleistet habe, möchte ich dieses auch in einer kurzen Review vorstellen und meine Eindrücke schildern.


Ich hatte lange überlegt ob es das Sigma 16 Millimeter 1.4 oder das Samyang 12 Millimeter 2.0 werden sollte. Nun habe ich mich für das Samyang entschieden, da das Sigma doch etwas größer und schwerer ist, mehr kostet und einen Autofokus besitzt, den ich aber in der Landschaft und Astrofotografie nicht benötige.

Nachtaufnahme unbearbeitet Samyang 12mm 2.0
Landschaftsaufnahme Samyang 12mm 2.0 Unbearbeitet

Das Samyang 12mm F2.0 ist wie gesagt ein Ultraweitwinkelobjektiv


Es handelt sich hierbei um ein komplett manuelles Objektiv ohne elektronische Kontakte zur Kamera. Ich besitze es nun seit ein paar Monaten und mag es sehr, weil es ungewöhnliche Perspektiven erzeugt und schöne Ergebnisse in der Landschaftsfotografie liefert. Außerdem kann man mit der Blende von 2.0 sehr gut freistellen, was besonders bei Objekten aus nächster Nähe schöne Bilder bringt. 
 
Samyang – Meine Erfahrung

Beim Samyang Objektiv muss man wie gesagt manuell fokussieren und es hat keinen Bildstabilisator. Dafür wiegt es nur 245g und lässt sich gut auf Reisen mitnehmen. Besonders wenn man auf Bergtouren unterwegs ist, kann das schon ein Gewichtsvorteil sein.

Die Verarbeitung

Sehr solide ist die Verarbeitung, mit einem recht stramm laufenden Fokusring. 
Der Blendenring läuft ebenfalls sehr gut und rastet bei den einzelnen Blendenstufen (von 2.0 bis 22) perfekt ein. Kein Wackeln oder Scheppern irgendwelcher Teile. Gute, festsitzende und abnehmbare Sonnenblende. Es sitzt perfekt am Bajonett meiner A6000.

Die Linse macht den Eindruck, dass sie auch Stürze aus geringerer Höhe gut überstehen könnte. 
Es wird immer wieder von großen Serienstreuungen bei Samyang Objektiven berichtet. Da es mein erstes von dieser Firma ist und ich nichts an der Optik auszusetzen habe, kann ich dazu also nicht mehr sagen.

Die Schärfe bei Blende 2.0 und 2.8 halte ich in der Mitte noch für ausreichend. Bei den Rändern sieht es da aber etwas anders aus. Bei Landschaftsaufnahmen blende ich auf Blende 8 ab. Hier sind die Ränder dann auch noch scharf genug. Man sollte auch nicht weiter abblenden als bis Blende 13. Hier fängt dann die Beugungsunschärfe an. Allerdings ist bei 12 Millimeter Brennweite, einem APS-C Sensor und Blende 8 sowieso alles sehr scharf.

Chromatische Aberrationen sind bei offenen Blenden auf jeden Fall vorhanden, und man sieht sie auch. Allerdings bekommt man diese mit einem Bearbeitungsprogramm wie Lightroom oder in meinem Fall ACDSee sehr gut in den Griff. Die Verzeichnung des Objektivs hält sich für seine extreme Brennweite wie diese in Grenzen. 

Schließt man die Blende, erzeugt das Objektiv 6-seitige Sonnensterne. Die sind allerdings Geschmackssache. Mir gefallen sie recht gut. Ich empfehle euch die mitgelieferte Gegenlichtblende zu verwenden, da sich bei Weitwinkel schnell die Sonne im Objektiv spiegelt.

Das Scharfstellen mit Focuspeaking und Focus Lupe funktioniert mit der Sony Alpha 6000 ausgezeichnet. Man muss aber etwas Zeit und Geduld mitbringen, oder vorher üben. Das Objektiv ist deshalb nur bedingt für den schnellen Einsatz geeignet. Wenn man etwas in der Distanz fokussiert, kann man das Objektiv einfach auf unendlich stellen und braucht sonst nichts zu machen.

Eine genauere Methode, wenn man Zeit hat: Die Blende ganz öffnen, auf das Motiv fokussieren und die Blende wieder schließen. Ich empfehle diese Methode, da zwar der Fokusbereich bei Weitwinkel und geschlossener Blende sehr groß ist, aber die Schärfe sonst nicht überall gleich verteilt ist.


Meine Zusammenfassung nach 3 Monaten


Natürlich würde man sich ein Objektiv mit dieser Qualität, Größe und diesem Gewicht mit Autofokus und Stabilisierung wünschen, aber die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
Meistens verwende ich dieses Objektiv jedoch sowieso draußen für die Landschafts- und Nachtfotografie. Dann brauche ich keinen Autofokus. 

Vor und Nachteile aus meiner Sicht wären:

+ leicht

+ klein

+ lichtstark

+ Ultra Weitwinkel

– kein Autofokus ( wenn man ihn benötigt )

– keine Stabilisierung

Ich halte es für ein Sinnvolles Objektiv für die Sony A6000. Und mir knapp 300 € deutlich günstiger als etwa das Zeiss Touit 12mm 2.8 für 900 €.
Wer etwas Zeit für die manuelle Bedienung hat, sollte sich das Objektiv einmal genauer ansehen.

Hast Du Fragen zum Objektiv? Hast Du ebenfalls Erfahrungen mit dem Samyang 12 Millimeter 2.0?

Dann freue ich mich über einen Kommentar von Dir!

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