Trainingsdaten schnell und einfach aufzeichnen – warum nicht eine Smartwatch?


Ich suchte eine günstige Sportuhr, die Verlässliche Resultate beim Erfassen von Radtouren, und Bergwanderungen liefert sowie im Alltag gut aussieht.


Meine Wahl fiel auf die Vivoactive 3 von Garmin


Im Vergleich mit den professionellen und wesentlich teureren Sportuhren für besonders ambitionierte Menschen fallen mir indes einige Unterschiede auch jenseits der Größe sofort auf: Es gibt nur eine einzige Seitentaste zur Bedienung, während die Profimodelle mit mehreren Tasten die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Garmin verwendet für die Vivoactive neben der einzigen physischen Taste eine berührungsempfindliche Anzeige, auf der man mit einem vertikalen Fingerwisch durch unterschiedliche Bildschirme blättert. Der linke Seitenrand der Uhr ist eine Sensorfläche, die ebenfalls mit Streichbewegungen eine Bedienung erlaubt. Das alles funktioniert im Alltag gut.
Wo man bei anderen Uhren nichts mehr erkennt, kann man bei der Vivoactive alles lesen und die Farben bekommen eine schöne Brillanz. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme beim Ablesen vom Display. Aufgrund der Hintergrundbeleuchtung gibt es auch im Dunkeln keine Schwierigkeiten.



Allerdings muss man einige Punkte Beachten, doch dazu unten mehr.

Die Verarbeitungsqualität der Vivoactive finde ich jetzt ganz in Ordnung, das Gehäuse besteht aus Polymer, dazu kommt Corning Gorillaglas 3, die Lünette aus Aluminium wirkt auch sehr elegant. An der Unterseite messen drei grüne Leuchtdioden fortwährend die Herzfrequenz. Mit dem dreipoligen Ladeadapter von Garmin kann der Uhren Akku wieder befüllt werden. Die Uhr ist laut Hersteller wasserdicht bis fünf Meter Tiefe, und das Display besitzt eine gute Beleuchtung. Die Wasserdichtigkeit habe ich bis jetzt nur unter der Dusche getestet, Am See war es mir aktuell noch zu kalt…😉

Ich finde, dass die Vivoactive 3 eine der schönsten Sport- und Fitnessuhren ist. Sie sieht ebenso schlicht wie elegant aus, und trägt sich super komfortabel. Die GPS- und Herzfrequenzdaten wirken alles in allem stimmig. Natürlich hat sie dafür auch eine ganze Reihe Sensoren verbaut:
GPS, GLONASS, Garmin Elevate – Technologie für die Herzfrequenzmessung am Handgelenk, Barometrischer Höhenmesser, Beschleunigungssensor, Kompass und Thermometer.



Die Vivoactive 3 hat die Abmessungen 43,4 x 43,4 x 11,7 mm. Das Display hat eine Auflösung von 240 x 240 Pixel, ist 1,2 Zoll groß. Das Gewicht der Vivoactive 3 liegt bei ca. 43 g. Zwar ist die Vivoactive nicht ganz so flach wie eine Apple Watch (10,7 Millimeter), aber sie passte jedenfalls bei mir noch unter den Hemdärmel und man merkt sie kaum am Handgelenk.

Verschiedenste Sportarten mitsamt Datenfeldern sind abrufbar, weitere kann man online laden. Die Uhr misst VO2max, also die maximale Sauerstoffaufnahme, die wiederum die Ausdauerleistungsfähigkeit wiedergibt. Daraus errechnet die App ein Durchschnittliches Sportalter.
Ein Brustgurt würde sich mit Bluetooth anschließen lassen, und es gibt natürlich auch die Anbindung ans Smartphone mit Push-Meldungen und Anrufsignalisierung. Nur telefonieren kann man mit der Uhr nicht, ebenso wenig direkt Musik hören, ein W-Lan zur Datenübertragung fehlt ebenfalls, Dinge die ich aber auch noch nicht vermisst habe.

Man kann sie für die verschiedensten Trainingsarten konfigurieren, anpassen, einstellen. Am Ende des Tages fließt alles in Garmin Connect auf dem Smartphone oder im Web-Browser zusammen. Man bekommt also ein leistungsfähiges und flexibles Auswertungssystem für seine eigenen Aktivitäten. In Garmin Connect sieht man dann, wie sich Messwerte wie VO2max über die vergangenen Monate geändert haben. Wenn man die Uhr nicht nur beim Sport, sondern auch am Tage und bei Nacht trägt, so wie ich, sieht man den Verlauf der Herzfrequenz über den Tag hinweg, Bewegungsphasen, Intensitätsminuten und einen berechneten Stresswert, sowie seinen Schlafrhythmus. Das kann sehr aufschlussreich sein.



Alle Funktionen, die ich benötige und die mir wichtig sind, sind hier vorhanden. Am Ende eines Trainings drückte ich allerdings die Seitentaste wohl zu lange, und die gesamte Trainingsaufzeichnung war futsch. Da sollte Garmin noch einmal nachbessern.

Welche Funktionen mir besonders gefallen:

Im Smartwatch-Bereich sind das die Anzeige von Nachrichten und das Anzeigen von eingehenden Telefonaten. Ich kann mir jegliche Benachrichtigungen von Apps anzeigen. Sobald eine App eine Benachrichtigung sendet, kann ich mir diese auch anzeigen lassen.

Ich habe bisher keine App gefunden, wo ich die Benachrichtigungen nicht angezeigt bekommen habe. Weitere Smartwatch Funktionen sind zum Beispiel die Anzeige vom Kalender, die Musiksteuerung (hier wird auch Spotify und andere Musikapps unterstützt) und das Wetter.

Doch kommen wir einmal zu den Wichtigsten Funktionen den Aufzeichnungen
Mountainbike fahren wird aufgrund der GPS-Aufzeichnung korrekt wiedergegeben, die aufgezeichnete Strecke ist identisch mit der gefahrenen und hatte bis jetzt nie Aussetzer. Damit bin ich sehr zufrieden.

Die Musiksteuerung mit der Uhr während des Trainings funktioniert sehr gut und erleichtert das weiter schalten von Titeln.

Die Schlafüberwachung funktioniert ebenso gut, wie das Stockwerk und die Schrittzählung.
Mit der Akku Laufzeit bin ich auch sehr zufrieden. Meine Erfahrung zeigt mir, dass 7 Tage nur unter beste Voraussetzung und sehr geringer Nutzung möglich sind. Realistischer sind 4-5 Tage Das Aufladen geht innerhalb einer Stunde sehr schnell.

Im Lieferumfang befindet sich neben der Garmin Vivoactive 3 noch ein Ladekabel und ein Handbuch.


FAZIT

Die Garmin Vivoactive 3 habe ich mittlerweile mehrere Monate im Einsatz, und ich finde die Vivoactive 3 kommt einer perfekten Smartwatch schon sehr nahe. Es muss nicht immer teure Spitzentechnik sein, aber verlässliche Resultate sind mir wichtig.

Die Vivoactive 3 bietet viel Smartwatch zu einem moderaten Preis.

Ein Video dazu findet ihr auf meinem Kanal: Video

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