NEUES EQUIPMENT – Warum ich mir noch 2020 eine Sony Alpha6000 gekauft habe


Neues Equipment - Jetzt ergänzt eine Sony Alpha 6000 meine Ausrüstung

Sony Alpha 6000


Ich hatte schon länger darüber nachgedacht, mir eine Kamera mit größerem Sensor anzuschaffen


Nicht das meine Sony RX-10II oder meine RX-100 keine guten Aufnahmen machen würden. Sie reichen für schöne Motive und gute Landschaftsaufnahmen vollkommen aus.
Als ich 2019 im Trentinourlaub am Berg auf der Jagd nach der Milchstraße war, bemerkte ich jedoch schon eine gewisse Schwäche dieser 1“ Sensor Kameras was die Abbildungsleistung bei Lowlight betrifft.

Selbstverständlich kann man auch mit diesen Kameras Bilder von der Milchstraße oder vom Sonnenauf- und Untergang machen. Doch man merkt auch den kleinen Sensor wenn es um die Dynamik und das Rauschverhalten geht.

Sternenhimmel über der Marmolada Sony RX-100


Wie ihr euch denken könnt, spricht da die kleine Fotografen-Stimme im Hinterkopf – „Für diese Situationen brauche ich eine andere Kamera.“

Damit ich in der Bearbeitung mehr aus den Bildern herausholen kann, wollte ich unbedingt eine Kamera, die in der Lage ist, diese Vorgaben umzusetzen. Im Kompaktkamerabereich gibt es aber in dieser Sensorkategorie nur ein paar wenige Modelle und diese wären für meine Vorhaben nicht geeignet gewesen. Ich wollte mir ja nie eine Kamera mit Wechselobjektiven zulegen, da ich mir auch keinen großen Objektivpark kaufen möchte. Zudem möchte ich mit leichtem Equipment unterwegs sein.

So habe ich mich erst einmal auf die Suche nach dem passenden System gemacht..;-)

Sony Alpha 6000

Warum ich mir nicht gleich eine Vollformat Kamera für diese Vorgaben geholt habe?  Hier kurz meine Beweggründe

Vollformat

Ich habe mir Vollformat wirklich lange überlegt und mir auch einige Modelle verschiedener Hersteller angesehen. Doch wenn ich mir bei Vollformat dann die Preise und auch die Dimensionen der Objektive betrachte, kommt für mich als Hobbyfotograf dieses System definitiv nicht mehr in Frage. Besonders die Lichtstarken Objektive sind bei Vollformat fast unbezahlbar und ich verdiene ja kein Geld mit meinen Bildern.

Auch wenn alle gerade von Kleinbild-Mirrorless reden, finde ich die kompakteren Kameras und Linsen was Preis Leistung betrifft einfach besser für meine Zwecke geeignet.

Erste Entscheidung – kein Vollfomat System

Nun gibt es ja noch das MFT System


Ja, das MFT System hatte ich mir ebenfalls angeschaut, besonders die Panasonic Lumix G9.

Sie ist sogar Wetterfest, was am Berg und in der Natur natürlich ein Vorteil wäre. Sie ist aber auch um einiges größer als die Alpha Kameras von Sony, hätte eine ganz andere Bedienung als die Sonys die ich schon besitze, und die Wetterfestigkeit brauch ich beim Sternenhimmel fotografieren auch nicht unbedingt. Der Sensor ist um einiges kleiner als der einer APS-C Kamera und das Dynamikverhalten ist dementsprechend auch nicht so gut.

Das MFT System würde ich eher für Tieraufnahmen wählen, da die Teleobjektive kleiner, leichter und günstiger sind als bei APS-C, für Straßenfotografie und Makrofotografie. Ein großer Vorteil des MFT Systems wäre zwar die größere Auswahl an Objektiven, da ich mir jedoch keinen großen Objektivpark zulegen möchte, ist dies für mich nicht relevant.

Zweite Entscheidung – kein MFT System

Im APS-C Lager gibt es ja noch ein paar andere Mitbewerber


Die Fuji XT-20 habe ich mir auf Grund der Objektiv und Kamera Preise, sowie der Bedienung nur am Papier angesehen, Canon mit der EOS-M Serie hat mir dann doch zu wenig Objektivauswahl und auch die ganze Bedienung und Haptik gefallen mir nicht so besonders.

Nikon hat gerade die Z-50 herausgebracht, die mir rein Optisch und vom Handling sehr gut gefallen hätte – z.B. der Sucher in der Mitte der Kamera und nicht seitlich. Der Preis ist mir aber im Moment noch zu Hoch und wann bei der Kamera mehr Objektive kommen werden und welche ist auch noch offen. Man könnte zwar mit Adapter arbeiten und so andere Nikon Objektive nutzen, die ich aber auch nicht habe und diese Adapterlösungen sollen jetzt nicht gerade das gelbe vom Ei sein, wie man in verschiedenen Testberichten lesen kann.

Dritte Entscheidung – Fuji zu teuer, Canon EOS-M 50 gefällt mir nicht, Nikon Z-50 Serie noch zu wenige Möglichkeiten


Die Alpha 6000 Reihe von Sony – und warum es die 6000 und nicht einer ihrer Nachfolger geworden ist

Sony Alpha 6000

Es gibt inzwischen 6 Verschiedene Modelle von 750 – 2100 Euro UVP.

Von der Ausstattung und den Preisen SIND FÜR MICH ZWEI Kameras in die nähere Auswahl gekommen. Die A 6000 und die A 6300 sind sehr ähnlich und haben 24 Megapixel, nur bei den Videofunktionen unterscheiden sie sich.

Da ich die 4-K Videofunktion schon in meiner RX-10II habe, diese beim Filmen, bedingt durch das größere Gehäuse, auch nicht so warm wird wie die A 6300, ich als Hobbyfotograf auch auf den Preis schauen muss, sie die Spezifikationen mitbringt die ich als Minimum haben wollte, ist die A 6000 definitiv nach wie vor auch 2020 eine gute Wahl für mich.

Sony RX-10II

Marmolada mit RX-10II


Ich will euch hier keinen Testbericht schreiben. Das können andere wesentlich besser und ausführlicher 😉 und ihr findet dazu genügend Videos bei YouTube.

Ich muss sagen, dass ich von der „Kleinen“ recht angetan bin

Sony Alpha 6000

Sie ist im Gegensatz zur RX-10II etwas kleiner und handlicher. Die ersten Testaufnahmen haben mich überzeugt. Sie hat GPS, Wifi und NFC, was ich sehr gut finde, ebenso das ich die Sony Kamera Apps, die ich schon von meiner HX 400-V und RX-10II schätzen gelernt habe, nutzen kann.

Ich habe sie mir bei einem Onlinehändler für 375 € als Neugerät bestellt und das mit dem
Kite 16-50/3.5-5.6 Pancake-Zoom. Ein Unschlagbares Preis Leistungsverhältnis für eine APSC Kamera.

Ich weis, das einige jetzt wieder sagen werden, das dieses KIT Objektiv nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Ich sehe das aber etwas anders.

Sony Alpha 6000

Es ist bei dem Preis mit dabei gewesen und für den Anfang reicht die Abbildungsleistung völlig aus. Für den Telebereich habe ich mir noch das 55-210/4.5-6.3 für 265 € gekauft, was natürlich nicht so Lichtstark ist wie manch anderes von Sony, doch dafür einen sehr guten Preis und eine Handliche Größe (Gewicht) hat. Für Tieraufnahmen bei Tageslicht, etwa im Tierpark, reicht das völlig aus.

Für die Milchstraße möchte ich noch ein Lichtstärkeres Weitwinkelobjektiv haben, denn dafür habe ich sie mir ja eigentlich auch gekauft.
Da bin ich noch am Überlegen ob es das Samyang 12 - 2.0 oder das Sigma 16 - 1.4 werden soll. 😉

Es gibt natürlich noch viele weitere Objektive, doch ich nutze die A 6000 nur für bestimmte Situationen und Motive, da meine RX-10II nach wie vor meine Alltagskamera bleiben wird.

Warum?

Sie ist Staub und Spritzwasserfest, hat tolle Videofunktionen, und ein Zeiss Zoom von 24-200 mm mit durchgängiger Blende 2.8. Also auch die perfekte Reisekamera.

Wer mit leichten Gepäck bzw. mit einer handlichen Kamera, ohne Objektiv-wechsel, unterwegs sein möchte, die aber dennoch sehr leistungsfähig ist und eine tolle Bildqualität liefert, der ist bei dieser Kamera ebenfalls gut aufgehoben.

Wer aber oft bei Lowlight Fotografiert, mehr Dynamikumfang benötigt, der sollte sich die A 6000 auch einmal ansehen.

Sony Alpha 6000 mit Telezoom

Sony Alpha 6000 mit Telezoom

Die Bilder haben eine gute Auflösung und vor allem einen guten Dynamikumfang, aus den RAWs lässt sich viel herausholen. Im ISO-Bereich bis ISO-3200 hält sich auch das Rauschen sehr in Grenzen. Der Autofokus ist sehr schnell und zuverlässig; es ist mitunter der beste Autofokus, den man in einer Mirrorless-Kamera bekommt. Die Bildfolge mit 11 Bildern pro Sekunde ist mehr als ich vermutlich je brauchen werde, da ich sie ja als Hauptkamera bei Lowlight und Milchstraßenfotos  einsetzen möchte.

Wülzburg mit Kit-Objektiv A6000

Landschaft mit Kit-Objektiv A6000

Turm mit Kit-Objektiv A6000

Meine RX-100 nutze ich als Hosentaschenkamera oder beim Mountainbiken da sie klein leicht und auch handlich ist.



Und meine Sony HX-400V?



Die wird wohl nicht mehr so oft zum Einsatz kommen, doch ich werde sie auf jeden Fall behalten. Sie kann zwar nur JPEG Fotos und keine RAW, hat nur einen 2/3" Sensor verbaut, doch mit ihrem 24 - 1200 mm Objektiv ist sie ebenfalls gut für Tieraufnahmen geeignet. Ich werde sie auch im Klettersteig dabei haben, da sie nicht so schwer ist und im Gegensatz zur RX-100 einen Sucher verbaut hat.

Mein Fazit:


Ich empfehle aus der 6000er Reihe die günstigere Kompakte und leistungsstarke A 6000 und zwar im Kit mit dem praktischen 16-50 Objektiv für alle Sparfüchse.

Smarter und besser als eine Einstiegs-DSLR, praktisch mit Klappbildschirm, GPS, NFC und WLAN, so reisen das Tele- Zoom und auch ein Lichtstarkes Weitwinkel kein Loch in den Geldbeutel.

Meine Kameras 2020

So eine Fotoausrüstung passt in eine kleine Tasche und man kann schon sehr viel damit machen. Für die meisten Anwendungen wie Familie, Freizeit und Urlaub ist man damit fotografisch gut aufgestellt.

Mein Kamerazubehör 2020
Einen Videobeitrag dazu findet ihr auf meinem Youtube Kanal unter diesem Link:



Welche Kamera habt Ihr? - Schreibt es mir mal in die Kommentare

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Motivjagd!

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