Herbstliche Bergtour auf die Ammerwalder Hochplatte - ein Klassiker mit Tierischer Begegnung

Die Bergtour auf die Hochplatte (2082m) in den Ammergauer Alpen ist eine sehr lohnende Rundtour

Ammerwalder Hochplatte

Nicht Trittsichere können gleich über die Ostseite auf- und absteigen (dann keine Rundtour) – Ich nehme aber die kurz vor dem Gipfel anstehende Kraxelei in Angriff damit ich bei der Überschreitung auch beim „Fensterl“, einem imposanten Loche im Fels, vorbeikomme.


Aufstieg (sehr gut beschildert)

Gegen 08:30 Uhr habe ich mein Auto an der Ammerwald Alm geparkt. Dorthin kommt man von der Reuttener Seite vorbei am idyllisch gelegenen Plansee oder von der Garmischer Seite, vorbei an Schloss Linderhof. Vom Parkplatz gehe ich links der Ammerwaldalm vorbei und gleich wieder rechts und folgen dem Weg neben dem idyllischen Bach, welcher nach kurzer Zeit über eine „improvisierte“ Holzbrücke“ die Seiten wechselt.

Bergwald Ammerwald

Wasserfall mit Gumpe

Die sichtbaren Gumpen im glasklaren Wasser laden bei gutem Wetter zum Baden ein, jetzt im Oktober sind sie mir eindeutig zu kalt.

Gumpe

Doppelter Wasserfall

Selfie

Nach ca. 1,5 Stunden erreiche ich eine Abzweigung. Hier geht es in beide Richtungen zur Hochplatte. Nicht Trittsichere sollten hier nun rechts gehen – ich wähle den Steig nach links Richtung
„Roggentalsattel“. Das Roggental-Kar hinauf auf festem, angenehm steigenden Pfad. Die steile Nordseite der Hochplatte haben ich dabei immer in unmittelbarer im Blick.

Roggensattel

Gletscher in der Ferne

Blick vom Roggensattel


Auf halbem Wege sehe ich dann plötzlich an der Felswand Bewegung – eine Herde Gämsen hat es sich hier gemütlich gemacht und lässt sich Bereitwillig auf ein Shooting mit meiner Kamera ein.
Nach gut 2,5h Gehzeit erreiche ich den Roggentalsattel (1883m) und halte mich leicht rechts Richtung „Fensterl“.

Gäms

Gäms

Noch a Gäms

Gäms

Tierische Zuschauer

Ich folge dem Weg auf dem Grad Richtung Osten (Vorsicht: Bei der Aussicht auf Foggen-,
Ammer-, Starnberger-See etc. gut auf die Tritte achten).

Blick zum Froggensee

Am Grat auf und ab geht es bis zur „Klettereinlage“ ein (Stahlseil) und gleich danach wieder ums Eck aufsteigen (auch gut stahlseilgesichert). Hier sollte man unbedingt beherzigen, wenngleich es seitens der Kletterei unschwierig ist, dass es nur für Geübte ein leichter Weg ist.  Es sind aber leicht ausgesetzte Stellen vorhanden, und der Blick in die Tiefe, entlang von teilweise fast senkrechten Felswänden, ist wohl auch nicht jedermanns Sache. Für diejenigen, denen das nichts ausmacht ist es aber ein traumhaft schönes Gelände.

Grat zum Gipfel

Ist dies gemeistert, hat man den Gipfel fest im Blick und folgt dem Grad bis zum Gipfelkreuz.
Hier hat man nun eine Fantastische 360 Grad Rundumsicht. Und man sollte schon etwas Zeit für eine Pause einplanen.

Belagerung am Gipfel

Blick zu den Geierköpfen

Alpenvorland

Am Gipfel

Abstieg (sehr gut beschildert)

Ich steige auf dem markierten Wanderweg Richtung Osten ab. Der Weg führt nochmals auf einem etwas schmalen, aber gut gesicherten und leicht machbaren Grad entlang, eher der Weg wieder breiten wird. Das Gelände wird bald flacher und ich habe das Weitaljoch und die Weitalspitze bereits längere Zeit genau vor mir.

Blick zurück zum Gipfel

Nach ca. 40 Minuten erreiche wir ein Schild und folge diesem Richtung Weitalpjoch, welches ich kurz darauf erreiche. Am Weitalpjoch halte ich mich rechts Richtung Roggental / Ammerwaldtirol, und folge von hier die letzten Höhenmeter bergab auf dem bekannten und sehr schönen Aufstiegsweg zurück zur Ammerwaldalm.

Bergwald Ammerwald

Fazit:

Die Tour auf die Ammerwalder Hochplatte ist eine Hochalpine Bergtour und keine Wanderung.

Bei gutem Wetter ist sie für Geübte kein Problem. Bei oder nach Regenwetter würde ich sie wegen der doch sehr steilen und Rutschigen Stellen nicht empfehlen. Im Frühjahr sollte man leichte Grödel für die Stiefel dabei haben, da im Roggental-Kar sich lange der Schnee halten kann.
Die Urige Landschaft und das großartige Panorama entlang der Tour und am Gipfel entlohnen für jeden Schweißtropfen.

Ein Video zur Tour findet ihr auf meinem YouTubeKanal und die Tourbeschreibung zum Download auf meinem Tourenportal.

Zusammenfassung Wanderung Hochplatte

Art: Schwere Bergwanderung (schwarz, gesicherte kurze Klettereien)

Höhenmeter: ca. 1000hm Auf- & Abstieg

Gehzeit: Gesamt 6:00h – Aufstieg ca. 4:00h, Abstieg ca. 2:00h

Kondition: mittel bis gut

Technik: Schwindelfreiheit, Trittsicherheit

Rundtour: ja

Ausrüstung: Wanderausrüstung entsprechend der Jahreszeit

Hinweise:

Die Kletterstellen sind wirklich nicht schwer, erfordern aber Trittsicherheit da leicht ausgesetzt.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

NEUES EQUIPMENT – Warum ich mir noch 2020 eine Sony Alpha6000 gekauft habe

Schlechtwetter im Vinschgau? Ab in die Plima Schlucht -ein mystischer Ort!

Ein Drei Jahreszeiten Schlafsack von Husky? Hier mein Erfahrungsbericht mit dem Schlafsack aus Tschechien!