Mit der richtigen Kameraeinstellung bessere Bilder machen



Wenn man mit der Fotografie anfängt, macht man schnell den Fehler immer mit den gleichen Einstellungen zu fotografieren


Denn wenn’s funktioniert, warum sollte man auch etwas ändern?

Doch das Schöne an der Fotografie ist ja, dass man immer etwas Neues lernen kann.
Deshalb habe ich für euch 4 Kameraeinstellungen, die ihr vielleicht noch nicht kennt, welche euch in der Fotografie jedoch weiterbringen werden.


1. Die Bild Qualität: Raw + JPEG

Die meisten Einsteiger starten damit ihre Fotos im JPEG Format zu machen.
JPEG ist ein komprimiertes Bildformat – das bedeutet, dass eure Kamera weniger Bilddaten speichert, um die Dateigröße zu reduzieren.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch das RAW Format.
Ein komplett unkomprimiertes Dateiformat – was jedoch größere Dateien zur Folge hat.

Zur Bearbeitung und Betrachtung eurer Fotos werdet ihr ein Bildbearbeitungsprogramm wie Lightroom, Adobe Photoshop, Luminar oder ein ähnliches Bildbearbeitungsprogramm benötigen. Nichts desto trotz bietet RAW einige entscheidende Vorteile. Und je mehr ihr euch in der Fotografie weiterentwickelt, desto mehr werdet ihr diese zu schätzen wissen.

Das gute an Modernen Kameras ist, dass sie beide Welten bieten.

Im Menü eurer Kamera könnt ihr „RAW + JPEG“ auswählen. So wird jedes Foto, das ihr macht in beiden Formaten auf der Speicherkarte abgelegt. Auf diese Weise habt ihr beide Formate am PC zur Hand und könnt euch entscheiden, ob ihr das Foto mehr bearbeiten wollt oder nur schnell mal optimieren.

2. Der Auto Fokus Servo

Für sich bewegende Motive ist die AI-Servo-Betriebsart vorgesehen.


Hier verfolgt der Autofokus das Motiv permanent und führt die Schärfe laufend nach. Alles was ihr tun müsst, ist einmal den Auslöser halb durchzudrücken und die Kamera wird den Fokus automatisch auf dem fixierten Objekt halten, bis ihr den Auslöser ganz drückt. Das ist besonders hilfreich, wenn man Tiere fotografieren will.

3. Die Timer Funktion

Was nur wenige wissen: Die Kamera verfügt über einen Selbstauslöser mit Zeitverzögerung.
Auf diese Weise könnt ihr auch für eigenen Fotos posieren.


Wenn ihr ein Stativ benutzt, so verwendet den Zwei-Sekunden Timer. Dadurch hat die Kamera genug Zeit sich zu beruhigen, bevor sie auslöst.
Gerade bei Langzeitaufnahmen oder in der Landschaftsfotografie kann das hilfreich sein, weil Verwackler hier besonders stark auffallen.
Vorher sollte man aber den Bildstabilisator der Kamera auf OFF stellen, wenn man ein Stativ nutzt.

4. Spot-Belichtungsmessung

Bei der Spot-Messung wird die Motivhelligkeit ausschließlich in einem kleinen Bereich des Bildes gemessen und der ganze Rest ignoriert.


Die Messfläche ist so klein wie in dem Bild angedeutet, um eine wirklich gezielte Auswahl der Belichtung zu ermöglichen.

Eure Kamera kann das Licht eines Motives auf verschiedene Arten messen. Normalerweise benutzen Einsteiger die Mehrfeldmessung. Diese Belichtung ermittelt den Durchschnitt zwischen den hellsten Lichtern und den dunkelsten Schatten des Motives und stellt die Belichtung entsprechend ein.
Aber das ist nicht immer die ideale Methode. Manchmal, etwa bei Porträts, kommt es darauf an, dass das Hauptmotiv korrekt belichtet ist, der Rest ist erstmal weniger wichtig.


Ein weiteres Beispiel ist ein Farben intensiver Sonnenuntergang oder ihr wollt ein Objekt als Silhouette vor diesem Farbenspiel abbilden. Hier wollt ihr nicht, dass eure Kamera die Schatten des Objekts in die Belichtungsmessung einbezieht, da ihr ja vor allem Details im Himmel einfangen wollt.

Würdet ihr hier mit der Mehrfeldmessung arbeiten, hättet ihr zu helle Schatten und der Himmel wäre fast weiß. Es ist hier viel sinnvoller nur auf den Himmel zu belichten und die Schatten gar nicht zu beachten. Das macht ihr mit der Spot Messung.

Hört nicht auf mit euren Kameraeinstellungen zu spielen und zu experimentieren.
Nur so findet ihr heraus was für euch am besten funktioniert und entwickelt euch in der Fotografie weiter.

Und auch wenn ein Foto mal nicht so gut geworden ist, solltet ihr nicht gleich die Kamera – Flinte ins Korn werfen.

Habt ihr Fragen zur Kameraeinstellung? Schreibt mir einfach!


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

NEUES EQUIPMENT – Warum ich mir noch 2020 eine Sony Alpha6000 gekauft habe

Schlechtwetter im Vinschgau? Ab in die Plima Schlucht -ein mystischer Ort!

Ein Drei Jahreszeiten Schlafsack von Husky? Hier mein Erfahrungsbericht mit dem Schlafsack aus Tschechien!