Erlebe die Großglockner Hochalpenstraße in Österreich - Roadtrip ins Trentino


Es wundert mich nicht, dass die Großglockner Hochalpenstraße in Österreich zu den faszinierendsten Straßen Europas zählt.




Die Landschaft, die Aussichten und Unternehmungsmöglichkeiten entlang der Straße sind vielseitig und abwechslungsreich. Ich nehme euch heute mit auf meinen Roadtrip über die Großglockner Hochalpenstraße!

Die Panoramafahrt über die Großglockner Hochalpenstraße führt mich 48 Kilometer durch den Nationalpark Hohe Tauern. Faszinierende Berge, Bergseen und atemberaubende Aussichten versprechen einen unvergesslichen Ausflug.
Die Hochalpenstraße ist aber nicht das Ende meiner Reise (Roadtrip) durch die Bergwelt der Alpen.

Doch nun zur Großglockner Hochalpenstraße - dem Start meiner Reise

Ohne zu wissen, was mich erwartet, mache ich mich früh am Morgen auf den Weg. Das letzte mal war ich vor 30 Jahren dort oben und am Gletscher des Großglockners. Die Fahrt über München und am schönen Chiemsee vorbei geht recht zügig und ohne große Staus.

Aber der Tag bricht ja gerade erst an. Nur vereinzelt kommt mir zu dieser frühen Stunde das ein oder andere Auto entgegen.
Als ich den Eingang zum Nationalpark Hohe Tauern erreichen ist dementsprechend noch nichts los – leider ist auch das Besucherzentrum noch geschlossen.
Mehr zu den Öffnungszeiten und Kosten der Großglockner Hochalpenstraße findest du am Ende meines Beitrags.

An der Einfahrt bekomme ich netterweise einen guten Übersichtsplan und auch die Großglockner Straßenplakate.


Immer noch bei angenehmen 22 Grad, nehme ich die ersten Kurven. Diese sind übrigens – zur besseren Orientierung – nummeriert. Ich bin nur wenige Kurven gefahren, als ich bereits an einer schmalen Haltebucht stoppe. Die Aussicht ist überwältigend. Vielleicht gerade, weil ich ohne Erwartungen losgefahren bin, bin ich bereits jetzt begeistert.


Ich überquere die Straße und werfe einen Blick zurück. Mir bietet sich ein faszinierendes Bild, das auf den Fotos leider nicht mal ansatzweise so rüberkommt.


Die ersten Kilometer führen stetig bergan und bleiben sehr kurvig. Ich fahre noch ein Stück und halte an einer nächsten Möglichkeit, um nochmals die fantastische Aussicht auf die umliegende Bergwelt und das Tal vor bzw. unter mir zu werfen. Nach einer halben Stunde bin ich aber schon regelrecht geflasht von den ganzen Eindrücken.


Das nächste Highlight auf der Strecke ist die Edelweißspitze



Der höchste mit dem Wagen erreichbare Punkt. Entsprechend ist der Verkehr, obwohl es unter der Woche ist. Die Parkplatz-suche dort oben gestaltet sich dann doch etwas schwieriger als gedacht. Die Aussicht und ein kühles Radler auf der Aussichtsterrasse lassen das alles aber dann schnell wieder vergessen.


Der nächste Punkt ist das Fuscher Törl. Hier gibt es einige Parkmöglichkeiten. Die Aussichtsterrasse liegt auf einer kleinen Anhöhe. Auf der Fahrt hinab gibt es wieder fantastische Ausblicke.


Unter mir kann ich bereits die Fuscher Lacke sehen. Ein kleiner See, der zum Baden aber bestimmt zu kalt sein dürfte.


Einige Straßenwindungen später komme ich dann an der Fuscher Lacke vorbei. Inzwischen bin ich auf 2.262 Metern angekommen.

Ich setze meine Fahrt also fort und ehe ich mich versehe wird es plötzlich dunkel. Denn 117 Meter lang führt mich ein Tunnell durch den Berg.

Das Hochtor


Direkt hinter dem nächsten Tunnel – dem Hochtor – habe ich die Passhöhe unverkennbar erreicht.
Im Tunnel gibt es übrigens an den Seiten interessante, natürliche Eisgebilde, die vermutlich durch die herablaufende Feuchtigkeit entstanden sind. Ich finde einen Parkplatz und lege eine Pause ein. Ein Schild weist auf die Passhöhe mit 2.504 Metern hin.

Auf den folgenden Serpentinen – Strecke den Berg hinab ist zunächst der Hang der Panoramabahn zu sehen. Nun bin ich an meinem ersten Ziel des Tages dem Wallackhaus angekommen.



Eine Nacht hier oben um die Sterne zu Fotografieren.

Hoffentlich hält das Wetter und die paar Wolken verziehen sich noch – ist mein erster Gedanke.
Nach dem ich das sehr saubere Zimmer bezogen habe gibt es erst einmal leckeres Abendessen und danach heißt es warten bis es Dunkel wird. Und das Warten das dauert und dauert und dauert hier oben………………….


Als es dann gegen 23:00 Uhr ist, packe ich meine Ausrüstung zusammen und fahre ein Stück den Berg hoch, um meine Fotos zu machen und einfach nur den Blick in den Sternenhimmel zu genießen.





Am nächsten Morgen geht es nach einem guten Frühstück frisch gestärkt weiter Richtung Val di Fassa ins schöne Trentino.

Zuerst aber muss ich unbedingt noch zum großen Glockner…😉


Immer wieder gibt es auf der Großglockner Hochalpenstraße Haltebuchten oder kleine Parkplätze mit Picknickbänken.

Nach einigen Kehren lichten sich die Berge auf der linken Seite und das Tal von Heiligenblut am Großglockner ist einsehbar.


Was für eine Aussicht!

Ich halte an der Gabelung geradeaus, Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Schließlich möchte ich auch den Namensgeber der Panoramastraße zu Gesicht bekommen. Der Großglockner liegt nämlich am Ende dieser Erlebnisstraße.


Auf dem Weg folgen noch ein paar Einkehrmöglichkeiten, ansonsten eine atemberaubende, sehr vielfältige Landschaft. Gefühlt nach jeder Kurve sieht es wieder komplett anders aus. Mal grün und mit Bäumen, mal grüne Hänge oder schroffe Felsen oder Wasserfälle.



Die Fahrt ist und bleibt abwechslungsreich. In einer Kurve fließt rechts ein kleiner Wasserfall den Hang hinab und wenig später folgt die Durchfahrt einer Lawinenschutzbrücke. Hinter der nächsten Kurve lohnt sich ein Blick in das Tal, denn der türkisgrüne Margaritzenstausee ist unter mir zu erkennen. Was es hier nicht alles gibt.

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und der Großglockner






Kurz nach 10:00 Uhr erreiche ich das Ende der Großglockner Hochalpenstraße und somit die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. So übersichtlich die Besucherzahl auf der bisherigen Strecke auch war, hier ist ordentlich was los.
Viele Autos parken auf den Seitenstreifen. Praktischer Weise gibt es am Ende ein kostenloses Parkhaus. Allerdings muss ich dazu sagen, dass das Parkhaus relativ eng ist und große Fahrzeuge sollten versuchen draußen einen Parkplatz zu suchen.

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ist übrigens auch zugleich der Startpunkt zahlreicher Wanderungen – in den unterschiedlichen Längen. Für mich ist das heute leider aus Zeitgründen nicht möglich.

Der Blick auf den Gletscher ist absolut beeindruckend


Ich bin sogar so fasziniert, dass ich tatsächlich fast vergesse Fotos zu machen. Auch der im Hintergrund hochragende Großglockner ist mit seinen 3.798 Metern mehr als beeindruckend.

Immerhin ist er der höchste Berg Österreichs


Ich lasse die Touristenmassen zurück und mache mich so langsam auf die Weiterfahrt. Die Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch, als ich gedacht hatte. Sicher lege ich immer wieder Stopps ein, um die fantastische Landschaft zu genießen und Fotos zu machen – jedoch kommt man im Großen und Ganzen trotz freier Fahrt nur langsam voran.

Und so zieht sich die Fahrt über Lienz in Osttirol, vorbei an Sillian, bis zur ehemaligen Grenze.
Inzwischen ist es 14:00 Uhr und die Außentemperatur Anzeige sagt 37 Grad.
Gut das es Klimaanlagen gibt, denke ich noch und schon fahre ich Richtung Cortina d Ampezzo.

Am Pordoipass angekommen ist es nun nur noch ein Katzensprung bis ins Val di Fassa – auch Fassatal genannt.

Und fast hätte ich sie übersehen – die Pferde, die mitten in einer der Kehren den Pass hinauf auf der Wiese stehen.





Schnell ist eine Parkbucht gefunden und für solch ein Motiv lässt man doch gerne etwas Zeit verstreichen, bevor es weiter ans eigentliche Ziel in Soraga di Fassa geht. Einem wundervollen Bauernhof hoch oben über dem Tal, der für die nächsten Tage meine Unterkunft werden sollte.





Nun zu den Infos über die Großglockner Hochalpenstraße


Länge der Großglockner Hochalpenstraße

Die Panoramastraße ist 48 Kilometer lang und die Fahrt kann von Ferleiten oder Heiligenblut am Großglockner gestartet werden. Auf beiden Seiten gibt es Eingänge mit Kassen.

Öffnungszeiten der Panoramastraße

Anfang Mai bis Anfang November
Anfang bis Ende Mai 6 – 20 Uhr, Anfang Juni bis Ende August 5 – 21-30 Uhr, ab Anfang September 6 – 19.30 Uhr. Die letzte Einfahrt ist immer 45 Minuten vor Schließung möglich.

Eintrittspreis für die Großglockner Hochalpenstraße

für PKW: 36,50 Euro (Mein Tipp: für 2 Tage bezahlst du lediglich 12 Euro mehr). Außer du übernachtest oben, dann brauchst du nur für einen Tag bezahlen.

Alle Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen findest du auf der offiziellen Website.

Die einzelnen Punkte auf der Panoramastraße sind mit Nummern beschriftet – die sich in der Übersichtskarte wiederfinden. Das nicht nur im Übersichtsplan, sondern auch an der Straße.
An den jeweiligen Punkten ist auf den Tafeln kurz und knapp angegeben, was es zu sehen oder zu machen gibt.
Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es unzählige Wanderwege in den unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden.

Camping an der Großglockner Hochalpenstraße

Entlang der Strecke gibt es leider keinen Campingplatz. Ich habe zwar häufiger davon gelesen, dass man auf dem großen Parkplatz an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe übernachten „kann“, jedoch ist das offiziell nicht erlaubt. Ohne Genehmigung würde ich persönlich hier keine Übernachtung empfehlen. Da es sich hier um einen Nationalpark handelt und somit das Naturschutzgesetz gilt, kann das Übernachten empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Der nächste Campingplatz ist der Nationalpark Camping Großglockner in Heiligenblut.

Warst du schon auf der Großglockner Hochalpenstraße unterwegs? 

Ich freue mich, wenn du mir von deinen Erfahrungen in den Kommentaren berichtest!

Folge mir einfach auf Twitter und erfahre was ich auf meiner Reise noch erlebt habe

Kommentare

  1. Thanks designed for sharing such a nice thinking, article is nice,
    thats why i have read it fully

    AntwortenLöschen

Kommentar posten

Beliebte Posts aus diesem Blog

NEUES EQUIPMENT – Warum ich mir noch 2020 eine Sony Alpha6000 gekauft habe

Schlechtwetter im Vinschgau? Ab in die Plima Schlucht -ein mystischer Ort!

Ein Drei Jahreszeiten Schlafsack von Husky? Hier mein Erfahrungsbericht mit dem Schlafsack aus Tschechien!