Bergtour auf den Cima Bocche am Passo San Pellegrino und den Lusia Bergseen

Das Fassatal - ein Tal voller Sagen

Agriturismo Malga Pie



Das Fassatal, eines der bedeutendsten Dolomitentäler, liegt im Nordosten der Region Trient am Oberlauf des Avisio.


Von hier aus hat man unzählige Wandermöglichkeiten in sagenhafter Naturlandschaft.
Podoi Pass

Meine heutige Tour führt mich von diesem "Sagental" zum Passo San Pellegrino der etwa elf Kilometer östlich von Moena, direkt an der Provinzgrenze nach Venetien liegt.

Von der Talstation zur Mittelstation

Dort beginnt an der Bergstation der Kabinenbahn (”le Cune”), die mich vom San Pellegrino-Tal bei Moena herauf gebracht hat meine Tour. Bei der Auffahrt kann man noch die gewaltigen Sturmschäden am Bergwald von 2018 sehen.

Von der Mittelstation zur Gipfelstation

Von der Aussichtsplattform, die bereits einen tollen Blick auf die umgebende Dolomiten-Bergwelt bietet, geht es zuerst steil am Rande einer neu angelegten Skipiste bergab zum Refugio Lusia.

Blick Richtung San Martino di Castrozza 

Skipiste - Wie kann man hier nur so etwas in die Landschaft setzen – denke ich mir.

Hier folge ich nun dem Weg Nr. 633, der mich stetig steigend auf  Militärwegen aus dem 1. Weltkrieg zur Lusia Scharte auf 2363 Meter bringen wird.

Militärwege aus dem 1. Weltkrieg

Es öffnet sich ein wunderschönes Hochplateau, das zum Gebiet des Naturparks Paneveggio – Pale San Martino gehört.

Blick zum Cima Bocche 2745 Meter und den Lusia Seen
Rundblick von der Scharte
Von hier aus geht es nun etwas steiler abwärts in die Senke, in der sich der See Lago di Lusia und das Biwak Redolf befindet.

Bivacco

Da ich beim Rückweg vom Cima Bocche noch eine Runde im Lago Lusia schwimmen möchte, wähle ich den direkten Weg über den oberen der beiden Seen und halte mich auch nicht zu lange auf.
Die Ausblicke auf die Dolomiten Pala di San Martino, dem Lusia Seen und die Gebirgskette Lagorai mit ihren eindrucksvollsten Gipfeln sind atemberaubend.

Panorama

Weiter geht es steiler ansteigend in ca. 35 min zur Granascharte. Von hier hat man einen Blick auf den Pellegrino Pass.

Alter Unterstand - neu aufgebaut als Schutzraum
Richtung San Pellegrino Pass aus Schützengraben


An alten Schützengräben und einem Unterstand vorbei geht mein Weg nun in ca. 50 min mit weiteren 250 Hm sehr Steil über Schotter und Blockwerk Richtung Cima Bocche auf 2745 Meter hinauf.

Beeindruckend vom Gipfel sind besonders die Aussicht auf Rosengarten, Lagorai, Palagruppe und Marmolata-Massiv sowie die artenreiche Flora auf den Almwiesen.
Almwiese
Richtung Westen Links Latemar - Rechts Rosengarten 
San Pellegrino Pass
Richtung Süden
Richtung Osten

Nach einer ausgiebigen Rast und noch mehr Fotos und Filmen, mache ich mich langsam an den Abstieg.

Gipfel Cima Bocche

Etwas Wehmut kommt hier schon auf, da ich die Nacht im Biwak an der Marmolata noch vor mir habe und Denke – Hier möchte ich über Nacht bleiben!

Nach dem ich wieder den sehr steilen Hang schnellen Schrittes – Wanderstöcke sind etwas Wunderbares - mehr hinuntergespurtet als gegangen bin, befinde ich mich auch schon kurz vor den Seen.

See mit Eisschollen am Ufer

Kurz darauf habe ich das Biwak Redlof erreicht und mich meiner durchschwitzten Kleidung entledigt.
Was für eine Wohltat – das kristallklare Wasser des Bergsees um einen herum der Blick auf die Gipfel und die Sonne lacht… Ach ja – und die ein oder andere kleine Eisscholle am anderen Ende des Sees, die ich jetzt erst sehe…;-)

Lago Lusia - Glasklar

Erfrischung im Lago Lusia auf 2400 Meter

Nach der Erfrischung wird in der Sonne getrocknet bevor es wieder auf den gleichen Rückweg geht, den ich gekommen bin.

Fazit:

Eine Tour die es wert ist 5 Sterne zu bekommen

Die Seen sind so klar, das es schöner nicht mehr geht. Die Aussicht in alle Himmelsrichtungen sind grandios und die Abgeschiedenheit und Ruhe laden zum Tiefenenspannen ein.

Das Video zur Tour findet ihr hier –  Bergtour Lago Lusia Cima Bocche



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