Der Jägersteig - ein Kleinod im Naturpark Altmühltal




Moment mal – Altmühltal?



Ist doch bekannt für Kanutouren und den Altmühltaler Panoramaweg oder vielleicht gemütliche Radtouren entlang des beschaulich fliesenden Flusses gleichen Namens – weit gefehlt!

Durch das Gemeindegebiet Dollnstein führt der Altmühltal-Radweg, der Drei-Täler-Radweg (Urdonautalweg) und der Radweg ins Steinbruchgebiet bei Titting. Es gibt sechs gut markierte Rundwanderwege, einen Naturlehrpfad, am nördlichen Rand den Altmühltal-Panoramaweg, den neuen Urdonautalsteig, der 2014 mit dem begehrten Gütesiegel „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde und - ja und - den Jägersteig, ein wilder, fast alpiner Steig im Naturwaldreservat.

In Dollnstein zweigte vor langer Zeit die Donau ab und lief als großer Strom durch dieses Tal in Richtung des jetzigen Altmühltals. Ein Meteoriteneinschlag im nahen Nördlingen sorgte vor ungefähr 15 Millionen Jahren dafür, dass sich der Fluss in sein jetziges Bett verlagerte und hinterließ das Trockental.

Aber schon vor der Donau war hier Wasser - zur Jura Zeit (ca. 145 bis 200 Millionen Jahre her) befand sich in diesem Gebiet ein Meer. Aus den Riffen dieses Meer entstanden im Lauf der Jahrmillionen die schönen Felsen, die anschließend von der Urdonau noch geformt wurden. Irgendwann kamen die Menschen und noch viel später viel diesen ein, einen schönen Steig zu errichten.


Die Wanderung führt auf abenteuerlichen schmalen Pfaden durch einen "Urwald" der seit Jahrzehnten nicht mehr bewirtschaftet wird. 
Großartige Felsformationen und atemberaubende Ausblicke entschädigen für die Mühen des Aufstieges. Sehr gute körperliche Kondition und festes Schuhwerk sind schon erforderlich, Kinder sollten ihn nur in Begleitung Erwachsener gehen.

Der Pfad verläuft über Wurzeln, Felsen, Baumstämme und Dreck... eben allem was Spaß macht. 

Meistens ist er Pfad zwischen 30 und 60 cm breit und zu einem großen Teil in steilem Gelände ... also jetzt meist nicht ganz so krass, aber es würde schon ausreichen um blöd den Hang runter zu rutschen. Teilweise ist der Steig auch durch Geländer, Treppen oder Stahlseile gesichert.

Jetzt aber mal los

Start ist auf dem Freizeitparkplatz zwischen Dollnstein und Ried. Dort befindet sich auch ein Spielplatz für die Kids. 

Wer möchte kann auch in Dollstein beginnen und die Wachholderheiden am nördlichen Talrand mit bizarren Felsformationen "mitnehmen". Hier einfach den Markierungen des Urdonautalsteigs folgen. Je nach dem wo man in Dollnstein losläuft sind zwischen 5 - 6 km zu addieren.

Gleich nach dem Parkplatz ist die Straße zu überqueren. Dann geht es durch den schattigen Wald auf einem breiten Wander-/Forstweg bis man nach ca. 350 m den Einstieg erreicht. 
Wem die ganze Strecke zu lang wird, der findet auf halber Strecke einen Zwischenabstieg. Nicht verwechseln, sonst fehlt am Ende ein Stück des Spaßes.


Dickicht... ach ja, der Jägersteig wirkt auf mich wie eine Metamorphose von Dschungel- und Alpinsteig. Warum Dschungel? 

Der Steig verläuft durch das Naturwaldreservat und wird nicht bewirtschaftet. Umgestürzte Bäume bleiben liegen, soweit keine Sicherung erforderlich ist. Der Steig selbst wird aber freigemacht. Deshalb trifft man auf die eine oder andere schöne Durchlass-stelle. 
Manchmal muss man aber auch durch oder über den ein oder anderen Baum klettern.

Nach einer Weile erreicht man den Sommerfelsen. Dieser kann relativ leicht bestiegen werden, wobei hier die Hände eingesetzt werden sollten. Jetzt hat man einen wunderschönen Ausblick ins Tal. Nach dieser verdienten Pause hat man noch ein gutes Stück des Vergnügens vor sich.

Das war's vom Jägersteig. 

Eine Anreise allein wegen des Steigs rentiert sich natürlich nicht. 
Aber es gibt so viele Möglichkeiten seine Freizeit hier zu verbringen. 
Wem die Wanderung dann noch nicht reicht, kann sich ja einmal an den Kletterwänden der neuen Kletterhalle vom Alpenverein Eichstätt versuchen.

Gehzeit ca: 4–4,50 Std

Charakter: 

Schmale, teilweise gesicherte Steige, hier sind oft Trittsicherheit und eine wenig Übung im Klettern erforderlich.

Ich bin froh, dass mir die Natur so einen Spielplatz vor die Haustür gebastelt hat, da gibt es immer wieder mal neues zu entdecken.

Wer weitere Infos braucht:


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