Schneeschuhwandern im Kleinwalsertal!

Das Kleinwalsertal – klingt nach Schweiz, liegt aber versteckt in den Allgäuer Alpen.



Ist das Kleinwalsertal eigentlich klein? Ist es überhaupt ein Tal? Liegt es in Österreich oder in Deutschland? Und wie komm ich da überhaupt hin? Fragen über Fragen.
Das Kleinwalsertal ist ein Hochgebirgstal und liegt mit seinen drei Ortschaften Riezlern, Hirschegg und Mittelberg in einer Höhenlage von 1100 bis 1250 Meter am Nordrand der Alpen.

Eins ist aber sicher: Das Kleinwalsertal ist die schönste Sackgasse der Welt.

Ich nehme euch heute mit auf eine traumhafte Schneeschuhwanderung zum Gerachsattel im Kleinwalsertal, mit stellenweise unberührtem Schnee, Sonne Wolkenmix, atemberaubenden Ausblicken auf den Hohen Ifen mit seinen Nachbarn, und das ganz ohne Trubel und Menschenmassen.

Nach einer kurzen Autofahrt von Oberstdorf, über Riezlern zur Auenhütte am Ifenlift, starteten wir gegen 10 Uhr zu unserem gemeinsamen Winterabenteuer.

Parken kann man übrigens vor der Auenhütte am Skitourenparkplatz.
Einsam war es zwar am Anfang der Tour nicht, da schon einige Skifahrer auf dem Weg zur Ifenbahn unterwegs waren, aber das Schwarzwassertal an dessen Ende der Gerachsattel liegt scheint an diesem Tag nicht sehr gut besucht zu sein. Wohl auch wegen des Sturms der gerade von Westen aufzieht.

Die Tour ist zwar kein Geheimtipp mehr – wie sollte das auch gehen im Allgäu.

Zunächst noch ohne Schneeschuhe wandern wir an der neu erbauten Liftstation der Ifenbergbahn vorbei bis zur Alpe Melköde, auf einem gut präparierten Winterwanderweg, an der wir uns zunächst, bevor es Bergauf geht die Schneeschuhe anschnallen . Nun geht es gleich etwas steiler Bergauf, durch schönen Bergwald, bis wir auf einen größeren Weg stoßen. Der Weg ist noch so breit, dass drei Personen nebeneinander leicht gehen könnten. An einem Wasserfall, gleich oberhalb der Alpe Melköde machen wir eine kurze Rast und natürlich auch ein paar schöne Fotos und Videos.

Nach einer Wanderung von ca. 2 Stunden lichtet sich der Bergwald und wir erreichen den Anstieg zur Schwarzwasserhütte.
Die Sonne kommt auch etwas zum Vorschein und der hart gefrorene Schnee glitzert wie kleine Diamanten in der Sonne. Nach einer kurzen Rast, heißem Tee und einer kleinen Stärkung, gehen wir an der Rückseite der Hütte Richtung Sattel weiter. Der Blick hinüber zum 2230 Meter hohen Ifen und dessen schroff abfallenden steilen Wänden, aber auch der Blick zurück ins Tal ist unbeschreiblich.

Nun geht es über sanfte Hügel leicht ansteigend weiter, die letzten Meter zum Sattel hinauf auf 1752 Meter.
Am Ende des Hanges erreichen wir ein kleines Plateau , auf dem ein Kreuz direkt am Sattel steht.
Am Panorama kann man sich hier gar nicht satt sehen. Rechts der Hählekopf, vor uns in etwas Entfernung der 2020 Meter hohe Diedamskopf und linker Hand das Steinmandl.

Einzelne Skifahrer sausen unversehrte Hänge am gegenüberliegenden Hählekopf dem Sturm trotzend mit Schwung hinunter Richtung Tal.
Trubel vom Ifenlift und dem Skigebiet scheinen unendlich weit entfernt zu sein. Es wird nun immer Stürmischer und der Wind treibt uns förmlich die Eiskristalle ins Gesicht. Nach dem wir ein paar schöne Bilder und Videos gemacht haben, ziehen wir uns kurz zu einer etwas unterhalb des Sattels liegenden Almhütte für eine Wind-stillere Pause zurück.


Wegen den Wetterverhältnissen und auch in Anbetracht, das es schon etwas später geworden ist, machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg.


Am Rückweg genießen wir noch einmal die Stille und Ruhe. Zum Glück sind so spät keine Ski- Schneeschuhwanderer mehr unterwegs. Wir marschieren also wieder zur Alpe Melköde hinunter und schnallen unsere Schneeschuhe ab, um sie am Rucksack zu verstauen. Nun ist es doch schon etwas dunkler geworden, doch der Weg ist gut ausgeschildert und wir haben Stirnlampen dabei. Schade das kein Vollmond oder Sternenhimmel zu sehen ist, das wäre noch einmal ein schönes Fotomotiv geworden.

Angekommen am Ifenlift – wo schon die Pistenraupen warm laufen -  blicken wir noch einmal zurück.

Fazit: Diese Tour wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Schneeschuhtour ist für Anfänger und Fortgeschrittene sehr gut geeignet. Insgesamt sollte man etwa 4 - 6 Stunden mit Pausen einplanen.


Auf meinem Tourenportal findet ihr Infos und GPS Daten zur Tour und bei Youtube das entsprechende Video

Solltet ihr Fragen zum Schneeschuhwandern oder anderen Themen haben, so meldet euch einfach.
Ich freue mich auch über Kommentare oder Anregungen für neue Touren!



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

NEUES EQUIPMENT – Warum ich mir noch 2020 eine Sony Alpha6000 gekauft habe

Schlechtwetter im Vinschgau? Ab in die Plima Schlucht -ein mystischer Ort!

Ein Drei Jahreszeiten Schlafsack von Husky? Hier mein Erfahrungsbericht mit dem Schlafsack aus Tschechien!