Natur und Klosterbier - eine Wanderung nach Weltenburg

Wanderung von Kelheim zum Kloster Weltenburg 

Berge oder Heimat – das war die Frage als ich mich entschlossen hatte das schöne sonnige Oktoberwetter für einen Ausflug zu nutzen.
Mit dem Auto in die Herbstliche Eng Alm im Karwendel fahren – oder nach Kelheim im Altmühltal  und eine Foto - Wanderung zu Kloster Weltenburg machen? Was es geworden ist? Seht selbst:



Deutschlands bedeutendstes Durchbruchtal entstand durch einen Zufall.
Vor über 130.000 Jahren musste sich die Donau ein neues Flussbett suchen und bahnte sich einen Weg durch das Juragebirge. Bis zu 100 Meter hohe Kalkwände begrenzen die nur 70 Meter breite Weltenburger Enge, die sich tief zwischen die dichten Mischwälder eingeschnitten hat. Das beeindruckende Bild vervollständigt das auf einer Landzunge in der Donau errichtete Kloster Weltenburg. Bayerns ältestes Kloster, um 600 gegründet, ist mit der sehenswerten Barockkirche der Gebrüder Asam ein beliebtes Ausflugsziel – nicht zuletzt wegen des lauschigen Biergartens im Innenhof und des dunklen Weltenburger Bieres aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt (seit 1050).


In Kelheim kann man direkt am Parkplatz der Personenschifffahrt an der Donau für 4 Euro am Tag parken. Oder kostenlos am Parkplatz „Pflegerspitz“.

Von Kelheim führt die Wanderung zunächst an den Schiffsanlegestellen vorbei neben der Donau Flussaufwärts zum Gasthof Klösterl, wo sich das Tal zum ersten Mal etwas verengt.



Es geht am Klösterl vorbei immer am Fluss entlang, bis ich am Ende einer schönen Wiese angelangt bin, und stehe sogleich auf einer Kiesbank vor mauerglatten Felswänden, die direkt aus dem Fluss aufsteigen und bei denen der Weg endet. Hier ist kein Weiterkommen mehr möglich, daher geht es rund 50 m zurück zu einer Bank und ich folge dort den Stufen eines Pfads – kurz darauf ist von einem Fels Kopf ein erster imposanter Tiefblick zur Donau möglich – bis auf die Hochfläche darüber.


Durch den schönen Laubwald, immer in Nähe des Abbruchs der Langen Wand, erreicht der Steig kurz darauf wieder einen breiteren Weg (ab hier gibt es wieder Markierungen), denen ich nach links zu einem Damm folge. Ich befinde nun hier am südlichen Beginn des 2000 Jahre alten Äußeren Keltenwalls über der Donau, der 3,5 Kilometer in nördlicher Richtung bis zum Altmühl Ufer reicht. Links kann bzw. sollte man einen kurzen Abstecher zu einer Aussichtskanzel mit Traumblick zum Kloster Weltenburg machen, ansonsten folge ich dem Weg geradeaus.


In Serpentinen hinunter zu einer Straße. Es ist hier möglich direkt gegenüber der Kiesbank von Kloster Weltenburg mit den schlanken kleinen Motorbooten ( Fähren ) über zu setzen. Diese kosten pro Fahrt 1,50 €.


Sollte die Überfahrt nicht möglich sein, muss man auf der Straße bis Stausacker gehen und dort die kleine Autofähre nehmen (1. April bis 31. Okt. von 8-17 Uhr, plus 1,7 km). Ist man beim Kloster Weltenburg, gibt es keine Ausrede: Der Weg führt direkt durch den traumhaften Biergarten im Innenhof der barocken Klosteranlage – und hier bleibt wohl jeder gerne hängen. Zu schön ist die Rast an einem der Holztische unter dem Schatten spendenden Laubdach der mächtigen Kastanienbäume. Wer Zeit und Lust hat, kann sich das Kloster anschauen.



Kloster Weltenburg

Das Kloster Weltenburg liegt romantisch in einem engen Talkessel der Donau, steil eingeschlossen von malerischen Felsen. Die historischen Gemäuer mit ihrer weltberühmten barocken Asamkirche sind das bedeutendste Werk der Gebrüder Asam. Ein herrliches Ausflugsziel für Familien mit dem Schiff durch den malerischen Donaudurchbruch oder zu Fuß durch das Naturschutzgebiet Weltenburger Enge.

Vom Kloster Weltenburg fährt direkt ein Schiff zurück. Die Fahrt durch den Donaudurchbruch, der engsten Stelle der Donau, ist ein einmaliges Naturschauspiel und ein unglaubliches Erlebnis für die ganz Familie.


Ich habe mich nach einer guten Brotzeit und einem sehr gutem Weltenburger Bier wieder mit der Fähre zurück auf die andere Seite gemacht. Von dort geht es wieder in den Wald oberhalb des Klosters und auf gut markierten Wegen Richtung Kelheim und Befreiungshalle. Der Wald entlang der Donau ist in diesem Bereich als „Urwald“ ausgewiesen. Das bedeutet er wird nicht bewirtschaftet und hat eine Ursprüngliche Art.

Nach einer schönen Wanderung von gut 1,5 Stunden – mit einigen Fotostops – komme ich bei der Befreiungshalle an. Diese wurde in den letzten Jahren völlig renoviert und macht nun wirklich einen sehr schönen Eindruck. Das perfekte Fotomotiv!


Die Befreiungshalle

Die Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kelheim zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Erbaut von König Ludwig I. und entworfen von Leo von Klenze. Sie ist eines der großen, architektonisch konzipierten Nationaldenkmäler, in dieser Hinsicht nur vergleichbar mit der ebenfalls von Klenze errichteten Walhalla bei Regensburg, dem Völkerschlachtdenkmal und dem Kyffhäuserdenkmal.


Über einen steilen Teerweg kommt man wieder hinunter nach Kelheim und nach einem kleinen Spaziergang ist man wieder am Parkplatz bei der Schiffsanlegestelle.

Kelheim bei Regensburg
















www.kelheim.de

www.befreiungshalle.org

Der Klosterbiergarten Klosterschenke Weltenburg zählt zu einem der Schönsten Biergärten in ganz Bayern.

www.kloster-weltenburg.de

Fotoequipment:

Sony RX10 M2


Fazit:

Wer auf der Suche nach ein paar schönen Herbstmotiven ist, sollte unbedingt einmal diese Tour machen. Da braucht man sich nicht in die Schlange der Touristen an den Hot Spots der Bayerischen Berge einreihen.

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